Was erfüllt mich wirklich?
Gedanken zu dieser Frage.
Ich war schon immer jemand, der gerne anpackt – bin Organisatorin, Gastgeberin, Kümmerin und Wegbegleiterin zugleich.
Ich mag es, wenn Menschen sich wohlfühlen und alles seinen Weg findet.
Vielleicht kommt daher auch der Spitzname „Mutter Beimer“, den mir Kollegen irgendwann einmal gegeben haben. Er passt wahrscheinlich gut, denn ich sehe oft, was andere brauchen, bevor sie es selbst aussprechen.
Wenn ich etwas mache, dann richtig.
Wie eine Dampflok – mit viel Energie und vollem Einsatz.
In den vergangenen Jahren habe ich allerdings gemerkt, dass selbst eine Dampflok nicht unbegrenzt weiterfahren kann.
Es gab gesundheitliche Herausforderungen, berufliche Umbrüche und Momente, in denen ich mich gefragt habe, wie es eigentlich weitergeht.
Nun bin ich in einer Phase der Neuorientierung.
Zum ersten Mal seit Langem habe ich die Möglichkeit, innezuhalten und mir die Frage zu stellen, wie ich die kommenden Jahre gestalten möchte.
Endlich nehme ich mir etwas, das ich mir früher kaum erlaubt hätte:
Zeit.
Zeit, um innezuhalten.
Zeit, um mich neu zu orientieren.
Und Zeit für eine Frage, die ich mir lange nicht gestellt habe:
Was erfüllt mich wirklich?
Früher hätte ich sofort nach der nächsten Aufgabe gesucht.
Heute frage ich mich etwas anderes:
- Wie möchte ich arbeiten?
- Was macht mir Freude?
- Mit welchen Menschen möchte ich meine Zeit verbringen?
- Und in welchem Umfeld gehe ich wirklich auf?
Denn es geht mir nicht mehr nur darum, möglichst viel zu erreichen.
Ich wünsche mir vielmehr einen Ort mit Wertschätzung.
Einen Ort, an dem Menschen sich auf Augenhöhe begegnen.
Und an dem Lebenserfahrung als Bereicherung verstanden wird.
Vielleicht muss ich gar nicht überall hineinpassen.
Vielleicht geht es eher darum, den Ort zu finden, der wirklich zu mir passt.
Schon jetzt spüre ich viel schneller, was sich richtig anfühlt.
Und was nicht.
Lange Zeit habe ich vieles ausgehalten. Heute höre ich genauer hin. Auf meinen Körper, meine Bedürfnisse und auf das, was mir wirklich wichtig ist.
Ich habe auch gelernt, die kleinen Dinge wieder bewusster wahrzunehmen.
Ein gutes Gespräch.
Ein gemeinsames Lachen.
Oder das Wissen, etwas Gutes getan zu haben.
Vielleicht liegt Erfüllung für mich gar nicht in den großen Meilensteinen, sondern in dem Gefühl, etwas Sinnvolles beizutragen.
Ich weiß noch nicht genau, wohin mein Weg führt.
Aber ich suche längst nicht mehr einfach nur nach einem Job.
Ich suche einen Ort, an dem ich etwas bewirken kann.
Und an dem ich selbst gerne ankomme.
Ich suche nach etwas, das mich wirklich erfüllt.







