

Die meisten Menschen glauben, sie seien nicht fotogen
Warum viele Menschen denken, dass sie auf Fotos nicht gut aussehen
Eine Aussage höre ich immer wieder:
„Ich bin überhaupt nicht fotogen.“
Oder:
„Auf Fotos sehe ich immer komisch aus.“
Fast alle Menschen, die bisher bei meinem Projekt mitgemacht haben, haben so etwas in der Art gesagt.
Und ehrlich gesagt kann ich das verstehen.
Die meisten von uns sind es nicht gewohnt, vor einer Kamera zu stehen. Wir sehen uns täglich im Spiegel, aber selten auf guten Portraitfotos.
Dazu kommt, dass viele Erfahrungen mit Fotos gemacht haben, auf denen sie sich selbst nicht mochten.
Ein ungünstiger Moment.
Ein seltsamer Gesichtsausdruck.
Ein Bild, auf dem man sich einfach nicht wiedererkennt.
Irgendwann entsteht daraus die Überzeugung:
„Ich bin nicht fotogen.“
Was ein gutes Portrait wirklich ausmacht
Bei den Portraits für mein Projekt erlebe ich allerdings immer wieder etwas anderes.
Am Anfang sind viele Menschen angespannt.
Sie wissen nicht genau, wohin mit den Händen.
Sie fragen sich, wie sie schauen sollen.
Und manche entschuldigen sich schon vorsorglich dafür, dass sie angeblich nicht gut auf Fotos aussehen.
Nach kurzer Zeit verändert sich meistens etwas.
Das Gespräch wird wichtiger als die Kamera.
Die Aufmerksamkeit wandert weg von der Frage, wie man aussieht, hin zu der Frage, die man mitgebracht hat.
Und genau dann entstehen oft die interessantesten Portraits.
Nicht, weil jemand plötzlich modeln kann.
Sondern weil jemand aufhört, sich selbst ständig zu beobachten.
Wie natürliche Portraitfotos entstehen
Für mich gehört zu einem guten Portrait viel mehr als Licht, Kamera oder Technik.
Zeit.
Vertrauen.
Ruhe.
Und die Möglichkeit, zwischendurch gemeinsam auf die Bilder zu schauen.
Während eines Portraitshootings zeige ich den Teilnehmenden regelmäßig die entstandenen Fotos. Das schafft Vertrauen und Sicherheit.
Viele Menschen sehen dabei zum ersten Mal Bilder von sich, die ihnen gefallen.
Nicht, weil ich sie verändere. Sondern weil sie sich selbst aus einer anderen Perspektive sehen.
Warum eine entspannte Atmosphäre bessere Fotos ermöglicht
Vor kurzem schrieb mir eine Teilnehmerin nach unserem Shooting, wie entspannt sie die Atmosphäre empfunden hat.
Und dass sie überrascht war, wie gut sie sich selbst auf den Bildern leiden konnte.
Solche Rückmeldungen bekomme ich häufiger.
Denn die besten Portraitfotos entstehen selten unter Druck.
Sie entstehen dann, wenn Menschen sich wohlfühlen, Vertrauen fassen und einfach sie selbst sein dürfen.
Die Wahrheit über Fotogenität
Das Ziel dieses Projekts ist nicht, perfekte Menschen zu fotografieren.
Sondern echte.
Und bisher hat sich dabei etwas gezeigt:
Die meisten Menschen sind viel fotogener, als sie selbst glauben.
Oft braucht es nur die richtige Atmosphäre, etwas Zeit und einen Blick von außen, der nicht bewertet, sondern sieht.




